Morbus Reiter

Morbus Reiter

Der Morbus Reiter ist eine entzündliche Gelenkerkrankung. Er tritt als Zweiterkrankung nach Infektionen im  Gastrointesitanal- oder Urogenitaltrakt auf. Bei der Entstehung unterscheidet man posturethrische von postentheritischen Formen.

Posturethrische Formen werden vor allem durch folgende Krankheitserreger ausgelöst:

  • Gonokokken
  • Ureaplasmen
  • Mykoplasmen
  • Chlamydien

Postentheritische Formen werden durch folgende Erreger ausgelöst:

  • Yersinien
  • Salmonellen
  • Campylobacter jejune

          

Symptome

Symptomatisch kommt es zur Entstehung einer sogenannten „Reiter-Trias“. Hierbei bestehen eine Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Urethritis (Entzündung der Harnröhre) sowie eine Arthritis (Entzündung der Gelenke).

Weitere Symptome sind zum Beispiel Fieber, Abgeschlagenheit, eine Entzündung der Achillessehne sowie vielgestaltige Hautveränderungen. Hierzu gehören zum Beispiel Pusteln an Handflächen und Fußsohlen oder eine „Balanitis circinata“ (Entzündung der Eichel).

Diagnostik

In der Diagnostik steht zuerst die Anamnese des vorangegangenen Infekts im Vordergrund. Im Labor können bei einer Blutuntersuchung allgemeine Entzündungszeichen beobachtet werden. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit und das CRP sind in der Regel erhöht, der ANA negativ. ANA steht für „Antinukleäre Körper“, welche bei Autoimmunerkrankungen erhöht sind. Der HLA-B27 ist meist positiv, was aber nicht beweisführend für die Erkrankung ist. Als bildgebende Verfahren kommen das Röntgen und ein CT der betroffenen Gelenke zur Anwendung.

Differentialdiagnostik

In der Differentialdiagnostik werden folgende Krankheiten ausgeschlossen:

  • Psoriasis
  • sexuell übertragbare Krankheiten wie Sekundäre Lies und Gonorrhoe
  • Chronische Polyarthritis
  • Pilzerkrankungen
Therapie

Als Therapiemaßnahmen steht zunächst die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Bei einem Schub können lokale Maßnahmen wie eine Kältetherapie angewendet werden. Medikamentös kommen Schmerzmedikamente sowie Glucocorticoide zum Einsatz.


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Quelle der medizinischen Infomationen: wikipedia.de