Aortenklappeninsuffizienz

Aortenklappeninsuffizienz

Bei einer Aortenklappeninsuffizienz, abgekürzt auch Aorteninsuffizienz genannt, besteht ein mangelhafter Schluss der Aortenklappe. Währen der Diastole kommt es zu einem Rückfluss von Blut zurück aus der Aorta in die linke Herzkammer. Leichte Formen können bei einer Ultraschalluntersuchung gut erkannt werden. Mittelgradige und schwere Verlaufsformen sind selten geworden. Die Hauptursache für eine Aortenstenose, das Rheumatische Fieber, kann heute früher erkannt und antibiotisch gut behandelt werden.

Je nach Ausprägungsgrad kann der Rückstrom bis zu 2/3 des gewöhnlichen Auswurfvolumens betragen. Das normale Auswurfvolumen liegt normalerweise bei 40 bis 70 ml. In der Folge können eine Volumenbelastung des Herzens und eine Hypertrophie bestehen. Lang längeren Verläufen kann es zu einer muskulären Dysfunktion mit Linksherzinsuffizienz kommen. Der Rückfluss des Blutes wird auch Rückstrom, Reflux oder Regurgitation genannt. Durch diesen Rückfluss kann es zu einer hohen Blutdruckamplitude kommen.

          

Komplikationen

Bei einer akuten Aorteninsuffizienz können als Komplikationen ein Aortenklappenriss, eine Klappenperforation oder eine Aortendissektion auftreten. Hierbei kommt es zu einem sofortigen Anstiegs des enddiastolischen Drucks. In der Folge kommt es zu einer Lungenstauung mit Lungenödem und einer Verkleinerung des Herzzeitvolumens.

Symptome

Zu den Symptomen gehören die vergrößerte Blutdruckamplitude mit niedrigem diastolischem Wert. Ein solcher Wert kann zum Beispiel 150 / 60 mmHg betragen. Dazu kann ein Herzgeräusch auftreten. Dieses hat den Charakter eines frühdiastolischen Decrescendogeräuchs. Es tritt direkt nach dem 2. Herzton auf und hat sein Punctum Maximum über dem ERB-Punkt.

Zudem kann ein sogenanntes „Austin-Flint-Geräusch“ auftreten. Dieses ist als rumpelndes, mitteldiastolisches bis präsystolisches Geräusch mit Punctum Maximum über der Herzspitze.

Weitere Symptome sind ein Wasserhammerpuls. Dieser stellt sich als schneller starker Puls an der Arteria radialis dar.

Es kann ein Homo pulsend auftreten. Hierbei besteht ein schleudernder Arterienpuls an Hals, Ellen, Leistenbeugen und den Handgelenken.

Darüber hinaus kann das „Musset-Zeichen“ als pulssynchrones Kopfnicken bestehen. Das „Corrigan-Zeichen“ als Karotidenpulsation kann beobachtbar sein. Auch ein „Quincke-Zeiche“ kann auftreten. Hierbei ist der Puls im Bereich der Kapillargefäße sichtbar.

Diagnostik

In der Diagnostik wird ein EKG angefertigt. Hierbei können Abweichungen von der normalen Aktivität mit Zeichen der Linksherzbelastung beobachtet werden. Im Röntgenbild kann sich eine Erweiterung des linken Ventrikels mit Schuhform zeigen. Besteht die Aorteninsuffizienz, weil der Patient an einer Endokarditis erkrankt ist, kann auch Fieber auftreten.

Therapie

Bei einem geringen Rückfluss ist in der Regel keine Therapie erforderlich. Bei schweren sowie akuten Verläufen erfolgt eine operative Versorgung mit künstlicher Herzklappe.


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