Endokarditis

Endokarditis – Entzündung der Herzinnenhaut

Die Endokarditis beschreibt die Entzündung des Endokards (Herzinnenhaut). Das Endokard kleidet die Herzhöhle sowie angrenzende Arterien und Venen aus. Zudem bildet es die Grundstruktur der Herzklappensegel.

Häufig sind bei einer Endokarditis die Mitralklappe mitbetroffen. Am zweithäufigsten ist die Aortenklappe betroffen.

          

Formen

Eine Endokarditis kann abakteriell oder infektiös auftreten. Eine infektiöse Endokarditis kann als bakterielle Endokarditis, virale Endokarditis oder mykotischen Endokarditis auftreten. Bei einer bakteriellen Endokarditis kann es zu einer hochakuten Form kommen. Diese ist lebensbedrohlich! Meist wird diese Form durch folgende Erreger ausgelöst: Staphylococcus aureus, Streptokokken und Enterokokken.

Die subakute Endokarditis wird auch als „Endokarditis lenta“ bezeichnet. Die häufigsten Erreger für diese Form sind Viridans-Streptokokken.

Symptome

Zu den Hauptsymptomen gehört in 90% der Fälle ein intermittierendes Fieber. Darüber hinaus kommt es zu Allgemeinsymptome wie Schwäche, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust sowie Arthralgien (Gelenkschmerzen) kommen. Zudem können kardiale Symptome in Form von Herzgeräuschen und Herzinsuffizienzzeichen auftreten. Das Herzgeräusch muss dabei neu oder im Klang verändert auftreten. Zu den Herzinsuffizienzzeichen gehören Wassereinlagerungen oder eine Lebervergrößerung.

Auf der Haut können „Cutane Symptome“ sichtbar werden. In 30% der Fälle treten „Petechien“ (kleine Einblutungen) auf. Generell können auch „Osler-Knötchen“ entstehen. Osler-Knötchen sind linsengroße, schmerzhafte und rötliche Knötchen an Finger und Zehen. Zudem können eine Milzvergrößerung und eine Nierenbeteiligung bestehen. Bei einer Beteiligung der Niere kann eine Hämaturie, Proteinurie oder eine glumeruläre Herdnephritis beobachten.

Diagnostik

Im Labor sind die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und das CRP erhöht. In 80% der Fälle besteht eine Anämie.

Es kann zu einem Nachweis von Bakterien in der Blutkultur kommen. Zudem kann sich auch eine Leukozytose zeigen.

Komplikationen

Als Komplikationen können die Zerstörung von Herzklappen, Embolien (insbesondere ein Schlaganfall, Lungenembolie und Nierenembolie) und eine Verschleppung der Erreger in andere Organe auftreten.

Therapie

Therapeutisch stehen Antibiotika im Fokus. Diese werden je nach gefundenem Erreger entsprechend ausgewählt.


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