#19 Schritt 2 – Welche Gedanken Du verdrängen darfst

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Diese Gedanken darfst Du in Zukunft verdrängen

Es gibt Gedanken in Deinem Kopf, die Du getrost verdrängen darfst. Denn nicht weil etwas existiert stört es auch, sondern weil Du in einer bestimmten Art und Weise darüber nachdenkst. Und Du könntest Dir zu viele Sorgen machen, wo es gar nicht nötig wäre. Und dann die Gedanken zur Seite schieben oder schlichtweg ersetzen.

Doch es gibt vielleicht auch Gedanken, die Du nicht so leichtfertig verdrängen solltest. Wie kannst Du herausfinden, bei welchen Gedanken ein anderes Vorgehen sinnvoller wäre? Wir betrachten das Beispiel eines jungen Mannes, dessen Eltern sich getrennt haben. Für ihn war die Trennung eine große Belastung und er hatte angefangen, die Gedanken hieran zur Seite zu schieben. Und er versuchte, sich auf seine wesentlichen Tagesinhalte zu konzentrieren. Doch eines Tages kam die Mutter zu ihm und offenbarte, dass sie neu heiraten wolle. Und das haute den jungen Mann dann um. Vielleicht war es damals ein Fehler, die Gedanken an die Trennung der Eltern zur Seite zu schieben.

Was war passiert?

Das war möglicherweise passiert

Wir denken ja 60.000 Gedanken am Tag, von denen 3.000 Gedanken neue sind. Unser Charakter ist quasi als ein Produkt dieser Gedanken zu betrachten. Und wenn ich nun bewusst einige Gedanken aus meinem Fokus aussen vor lassen, entwickelt sich mein Kopf ohne den Problembereich weiter. Und wenn das Problem dazu neigt, irgendwann wieder zurück zu kommen, könnte es dann auch in einer höheren Schwer zu mir stoßen. Und dann bin ich auch nicht darauf vorbereitet.

Hätte der junge Mann die Gedanken an die Trennung der Eltern nicht zur Seite geschoben, sondern sich auf andere Art und Weise damit beschäftigt, dann hätte sich sein Kopf auch in Bezug auf die Gedanken an die Trennung der Eltern weiter entwickeln können. Und die Botschaft der Neuverheiratung der Mutter hätte ihn vielleicht nicht so sehr umgehauen.

Das können wir daraus lernen

Wir können aus dieser Erkenntnis ein Werkzeug bauen. Bestimmte Gedanken beziehen sich auf konkrete Probleme meines Lebens. Ich könnte zum Beispiel ein Problem mit einem Zahn haben. Schiebe ich die Gedanken zur Seite, wird der Sah nicht besser. Das Problem wird irgendwann in einer höheren Qualität zu mir zurück kommen und mich möglicherweise sehr stark belasten.

Und so gibt es viele Gedanken, die einen sehr konkreten Realitätsbezug haben. Und auch zu mir zurückschlagen können, wenn ich mich nicht darum kümmere. Andererseits gibt es aber auch viele Gedanken, bei denen sich im Außen nicht viel weiter entwickeln kann. So können sie auch nicht irgendwann zu mir zurück kommen. Und diese Gedanken, bei denen nichts schlimmes passieren kann, darf ich in Zukunft gerne zur Seite schieben. Und um die Gedanken, bei denen es zu einer Retourkutsche kommen könnte, darf ich mich bewusst kümmern.


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