#22 Schritt 3 – Landkarte vs. Gebiet

Ich empfehle Dir diese Bücher zum Thema:

               

Mehr Selbstwertgefühl – Stimmen bei Dir Landkarte und Gebiet überein?

Du weißt mittlerweile, dass Dein Gefühl auf die Informationen auf Deiner inneren Verarbeitungsebene reagiert. Bilder vor dem inneren Auge, auditive Denkinhalte und Deine Persönliche Integrität bestimmten Deine Gefühle.

Diese Präsenzen auf Deiner inneren Verarbeitungsebene können wir als Landkarte bezeichnen. Auf Deiner Landkarte finden sich sehr viele Informationen. Du denkst ja schließlich 60.000 Gedanken am Tag. Nimm das Bespiel der Ängste: Wenn Du Angst hast, reagiert Dein Gefühlszentrum weniger auf das, was um Dich herum statt findet. Sondern auf das, was Du vor Deinem inneren Auge siehst.

Und wir stellen uns die Frage: Stimmen diese Informationen auf Deiner Landkarte überhaupt mit den tatsächlichen Bedingungen im Gebiet überein?

Ein konkretes Beispiel:

Du bist zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Bei dem Gedanken an das Vorstellungsgespräch machst Du Dir vielleicht Sorgen. Was ist, wenn ich es versaue? Oder in den Sand setze?

Mit diesem inneren Dialog werden auch Bilder vor Deinem inneren Auge einher gehen. Du siehst Dich selbst, wie dort sitzt und anfangen könntest zu stottern. Dein Gegenüber würde Dir noch nicht einmal die Hand reichen und Doch aus dem Büro schmeißen. Also im Prinzip ein Worst-Case-Szenario.

Diese Informationen auf Deiner Landkarte werden vielleicht dafür sorgen, dass Du ziemlich aufgeregt bist. Oder Du würdest vielleicht erst gar nicht zu dem Vorstellungsgespräch gehen. Kontrolliere noch einmal Deine Landkarte.

Stimmen diese Informationen auf Deiner inneren Landkarte mit den tatsächlichen Dingen in Deinem Gebiet überein?

Wenn Du aufgeregt wärst, würde Dich der Personal tatsächlich aus dem Büro schmeißen? Wenn Du anfangen würdest zu stottern, wäre dann das Vorstellungsgespräch wirklich gelaufen? Versuche einmal, diese Informationen auf Deiner Landkarte bewusst zu gestalten. Stell Dir doch einmal vor, Du triffst einen netten Menschen und ihr führt ein tolles Gespräch. Du bekommst einen guten Kaffee und Ihr unterhaltet Euch nett.

Und zum Abschluss bekommst Du die Hand gereicht und einen Vertrag dazu! Ein viel besseres Bild, worauf auch viel bessere Gefühle folgen würden.

Ein anderes Beispiel.

Du könntest jemanden bitten, den Hof zu kehren. Du würdest nachher sehen, dass er den Hof gekehrt hat. Aber nicht den Zugangsweg. Für Dich war vielleicht vollkommen klar, dass zu dem Hof auch der Zugangsweg gehört. Dein Gegenüber hat aber seine eigene Landkarte. Er hat nur den Auftrag bekommen, den Hof zu kehren. Und nicht den Zugangsweg.

Du darfst also auch an solchen Stellen immer wieder kontrollieren, ob Dein Gegenüber die gleiche Landkarte hat wie Du. Könnt Ihr beide davon ausgehen, dass Ihr das gleiche meint? Im Zweifel: Frag noch einmal nach.


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