#28 Schritt 4 – Das Erwartungspendel

Ich empfehle Dir diese Bücher:

               

Enttäuschungen sind schlecht für Dein Selbstwertgefühl

Vielleicht kennst Du das. Du stellst schon gar keine Erwartungen, und wirst trotzdem enttäuscht.

Stell Dir dazu einmal vor, ich hätte ein Pendel in der Hand. Auf der einen Seite wäre die Erwartungsseite. Ich ziehe das Pendel hier ganz hoch. In dem Moment, wo die Erwartungen nicht erfüllt werden, lass ich das Pendel los. Dann wird es schnell auf die andere Seite schwingen. Denn wenn Deine Erwartungen nicht erfüllt werden, bist Du enttäuscht.

Viele Menschen gehen jetzt daran, ihre Erwartungen zu reduzieren. Damit die Gefahr einer Enttäuschung nicht mehr so groß ist. Gleichzeitig würde man sich dadurch aber auch gegenüber anderen Menschen abblocken.

Das kann also auch keine Lösung sein.

So funktioniert Enttäuschung

Denn häufig würdest Du Dich auch dann enttäuscht fühlen, wenn Du gar keine Erwartungen hattest. Grundsätzlich könnte gelten: Ein hohes Maß an Erwartung fühlt sich gut an. Ein niedriges Maß an Erwartungen fühlt sich nicht so gut an. Dabei wäre ein niedriges Maß an Enttäuschung  weniger schlimm als ein hohes Maß an Erwartung. So zumindest die Theorie.

Allerdings sehe ich die Seite der Enttäuschung als digital an. Es wäre also egal, wie groß die Enttäuschung ist. Die Enttäuschung ist ja einfach da.

Das kannst Du tun, um Deine Erwartungen zu bekommen

Um hier weiter zu kommen, sollten wir uns zunächst folgendes betrachten: An wen richtest Du Deine Erwartungen? Dabei unterscheide ich zunächst zwischen „Ich“ und „Jemand“. Wenn Du Deine Erwartungen an „Jemanden“ richtest, kannst Du positives wie negatives Feedback auf Deine Erwartung bekommen. Sie werden erfüllt oder nicht erfüllt.

An diesem Prozess gibt es vermutlich keine Lösung, das negative Feedback zu verhindern. Und so kannst Du Dich auch nicht wirklich vor der Enttäuschung schützen, solange Du Deine Erwartungen an „Jemanden“ richtest. Doch es gibt eine Möglichkeit, die Du jetzt wählen kannst.

Du könntest natürlich versuchen, Deine Erwartungen anders an jemanden zu stellen. Doch Du hast keine Kontrolle über „Jemanden“, weshalb auch hier Gefahr lauert. Du darfst anstelle anfangen, Erwartungen in Zukunft an Dich selbst zu richten! So lange Du noch Deine Erwartungen an „Jemanden“ richtest, hat er auch Macht über Dich. Und die Enttäuschung ist vorprogrammiert.

Richtest Du in Zukunft Deine Erwartungen Dich selbst, kannst Du es noch einmal probieren, wenn es im ersten Anlauf noch nicht funktioniert hat.


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