Kann dein Herz verrückt spielen? Hier erfährst du alles über Herzrhythmusstörungen!

Kann dein Herz verrückt spielen? Hier erfährst du alles über Herzrhythmusstörungen! Herzrhythmusstörungen sind nicht zu unterschätzende Erkrankungen, die dein Herz aus dem Takt bringen können. In diesem Blogartikel erfährst du, was Herzrhythmusstörungen sind, welche Symptome auf eine solche Störung hinweisen können und wie sie diagnostiziert werden. Außerdem erfährst du, welche verschiedenen Arten von Herzrhythmusstörungen es gibt und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wir klären auch die Frage, ob Stress Herzrhythmusstörungen auslösen kann und wie Ernährung und Lebensweise einen Einfluss auf das Auftreten von Herzrhythmusstörungen haben können. Zudem geben wir Tipps zur Vorbeugung von Herzrhythmuserkrankungen im Alltag und informieren über den Umgang mit Herzerkrankungen.

1. Was sind Herzrhythmusstörungen und wie entstehen sie?

Herzrhythmusstörungen sind eine Erkrankung des Herzens, bei der das normale Schlagmuster gestört ist. Das Herz schlägt entweder zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig. Die Ursachen für diese Störungen können vielfältig sein und reichen von altersbedingten Veränderungen bis hin zu Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes. Auch Stress, Alkohol- und Nikotinkonsum sowie bestimmte Medikamente können Auslöser sein. Eine häufige Form der Herzrhythmusstörung ist Vorhofflimmern, bei dem die Vorhöfe nicht mehr regelmäßig arbeiten und das Blut nicht richtig in die Hauptkammer gepumpt wird. Andere Arten sind zum Beispiel Extrasystolen oder Tachykardien. Um eine Diagnose stellen zu können, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt wie EKG, Langzeit-EKG oder Belastungs-EKG. Je nach Schweregrad und Art der Rhythmusstörung gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten wie Medikamente oder eine Katheterablation. Es ist wichtig, auf Symptome wie Herzrasen, Schwindel oder Brustschmerzen zu achten und im Zweifelsfall einen Arzt aufzusuchen. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung kann dazu beitragen, das Risiko für Herzrhythmusstörungen zu reduzieren.

2. Welche Symptome können auf eine Herzrhythmusstörung hindeuten?

Du hast vielleicht schon einmal von Herzrhythmusstörungen gehört, aber was bedeutet das eigentlich? Eine Herzrhythmusstörung tritt auf, wenn der normale Rhythmus des Herzens gestört ist. Das kann dazu führen, dass das Herz entweder zu schnell oder zu langsam schlägt oder unregelmäßige Schläge hat. Diese Störung kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden und es gibt auch verschiedene Arten von Herzrhythmusstörungen. Aber wie merkst du überhaupt, ob du betroffen bist? Symptome können unterschiedlich sein und reichen von einem schnellen Puls bis hin zu Schwindelgefühlen oder sogar Ohnmacht. Wenn du solche Anzeichen bemerkst, solltest du dich dringend an einen Arzt wenden. Nur so kann eine Diagnose gestellt werden und gegebenenfalls eine passende Behandlung erfolgen. Es ist wichtig, die Symptome ernst zu nehmen und frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um möglichen Komplikationen vorzubeugen. Informiere dich also genau über die verschiedenen Symptome einer Herzrhythmusstörung und achte auf Veränderungen deines Körpergefühls – deine Gesundheit wird es dir danken!

3. Die verschiedenen Arten von Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen sind eine der häufigsten Erkrankungen des Herzens. Es gibt verschiedene Arten von Herzrhythmusstörungen, die in ihrer Schwere und Ausprägung unterschiedlich sein können. Die häufigste Form ist das Vorhofflimmern, bei dem die Vorhöfe des Herzens unregelmäßig schlagen und somit den normalen Rhythmus stören. Auch das Kammerflimmern kann lebensbedrohlich sein, da es zu einem plötzlichen Herzstillstand führen kann. Weitere Formen von Herzrhythmusstörungen sind beispielsweise Extrasystolen oder Tachykardien. Die Ursachen für diese Störungen können vielfältig sein und reichen von Stress über Ernährungsfehler bis hin zu genetischen Faktoren. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist daher besonders wichtig, um schwerwiegende Folgen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte zu vermeiden. In vielen Fällen können Medikamente, eine gezielte Elektrostimulation oder auch eine Operation helfen, den normalen Rhythmus des Herzens wiederherzustellen. Doch auch ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung kann dazu beitragen, das Risiko für Herzrhythmusstörungen zu senken.

4. Wie werden Herzrhythmusstörungen diagnostiziert?

Eine Herzrhythmusstörung kann auf verschiedene Arten diagnostiziert werden. Der erste Schritt ist meistens eine ausführliche Anamnese, bei der der Arzt nach möglichen Symptomen und Risikofaktoren fragt. Danach folgt in der Regel ein EKG (Elektrokardiogramm), das die elektrischen Signale des Herzens misst und Aufschluss über den Rhythmus gibt. Bei Bedarf können weitere Untersuchungen wie eine Langzeit-EKG-Aufzeichnung oder eine Ultraschalluntersuchung des Herzens durchgeführt werden, um die genaue Ursache der Störung zu ermitteln. In manchen Fällen kann auch eine Elektrophysiologische Untersuchung notwendig sein, bei welcher gezielt elektrische Reize im Herzen ausgelöst und gemessen werden. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, um mögliche Komplikationen zu vermeiden und die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.

5. Behandlungsmöglichkeiten für Herzrhythmusstörungen

Wenn bei dir eine Herzrhythmusstörung diagnostiziert wurde, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Welche Methode die richtige für dich ist, hängt von der Art deiner Störung sowie von deinem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Hier sind einige der gängigsten Methoden: Medikamente können helfen, den Rhythmus deines Herzens zu regulieren und weitere Komplikationen zu vermeiden. Einige Patienten benötigen jedoch möglicherweise eine Operation oder einen Herzschrittmacher, um ihre Symptome zu behandeln. In einigen Fällen kann auch eine Katheterablation durchgeführt werden, bei der das Gewebe in deinem Herzen gezielt zerstört wird, um deine Störung zu korrigieren. Es ist wichtig zu beachten, dass jede dieser Methoden mit ihren eigenen Risiken verbunden ist und dass du mit einem erfahrenen Arzt sprechen solltest, bevor du entscheidest welche Behandlungsoption für dich die beste Wahl ist.

6. Kann Stress zu Herzrhythmusstörungen führen?

Herzrhythmusstörungen können verschiedene Ursachen haben. Eine davon ist Stress. Studien zeigen, dass chronischer Stress das Risiko von Herzrhythmusstörungen erhöhen kann. Der Grund dafür ist, dass Stress den Körper dazu bringt, mehr Adrenalin und Cortisol auszuschütten. Diese Hormone können das Herz belasten und somit zu Rhythmusstörungen führen. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jeder Mensch auf Stress in gleicher Weise reagiert. Manche Menschen sind stressresistenter als andere und können besser damit umgehen. Wenn du jedoch bemerkst, dass dein Herz bei Stress häufiger oder unregelmäßiger schlägt als normalerweise, solltest du einen Arzt aufsuchen und dich untersuchen lassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit Stress umzugehen und ihn zu reduzieren - von Entspannungsübungen bis hin zur Anpassung deiner Lebensweise. Im nächsten Abschnitt erfährst du mehr darüber, wie Ernährung und Lebensweise einen Einfluss auf die Entstehung von Herzrhythmusstörungen haben können.

7. Der Einfluss von Ernährung und Lebensweise auf das Auftreten von Herzrhythmusstörungen.

Eine gesunde Ernährung und Lebensweise können eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Herzrhythmusstörungen spielen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann dazu beitragen, den Blutdruck zu senken und das Risiko für Herzerkrankungen zu verringern. Insbesondere salzreiche Lebensmittel sollten vermieden werden, da sie den Blutdruck erhöhen können. Auch übermäßiger Alkoholkonsum sollte vermieden werden, da er das Herz belastet und zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Rauchen ist ein weiterer Risikofaktor für Herzerkrankungen und sollte unbedingt vermieden werden. Regelmäßige körperliche Aktivität kann ebenfalls helfen, das Risiko für Herzrhythmusstörungen zu reduzieren. Allerdings sollten Patienten mit bereits bestehenden Rhythmusstörungen vor Beginn eines neuen Sportprogramms immer ihren Arzt konsultieren. Insgesamt ist es wichtig, einen gesunden Lebensstil beizubehalten, um die Gesundheit des Herzens zu fördern und möglichen Rhythmusstörungen vorzubeugen.

8. Sport und körperliche Aktivität bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen - was ist erlaubt, was sollte vermieden werden?

Wenn du an einer Herzrhythmusstörung leidest, ist es wichtig zu wissen, welche sportlichen Aktivitäten für dich geeignet sind und welche vermieden werden sollten. Generell ist körperliche Bewegung jedoch empfehlenswert, da sie das Herz-Kreislauf-System stärkt und somit auch die Symptome von Herzrhythmusstörungen lindern kann. Allerdings solltest du bei der Wahl deiner Sportart aufpassen. Kontaktsportarten wie Boxen oder Rugby können ein erhöhtes Risiko für Verletzungen mit sich bringen und sollten vermieden werden. Auch Ausdauersportarten wie Marathonlaufen oder Triathlons können eine zu hohe Belastung für das Herz darstellen und sollten nur unter ärztlicher Aufsicht betrieben werden. Es empfiehlt sich stattdessen eher sanfte Sportarten wie Yoga, Pilates oder Schwimmen auszuüben, um das Herz-Kreislauf-System schonend zu trainieren. Vor Beginn jeglicher sportlichen Aktivität solltest du immer einen Arzt konsultieren und dich individuell beraten lassen.

9. Tipps zur Vorbeugung von Herzrhythmuserkrankungen im Alltag

Eine Herzrhythmusstörung kann viele Ursachen haben, aber ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das Risiko einer Erkrankung zu reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie regelmäßige Bewegung können helfen, das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu halten und somit auch das Auftreten von Rhythmusstörungen zu minimieren. Auch Stressmanagement ist wichtig - Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation können dazu beitragen, die Belastbarkeit des Herzens zu stärken. Rauchen hingegen sollte vermieden werden, da es das Risiko von Herzproblemen erhöht. Es ist wichtig, auf seinen Körper zu achten und bei ersten Anzeichen von Unregelmäßigkeiten einen Arzt aufzusuchen. Durch eine gesunde Lebensweise kann man nicht nur vorbeugend wirken, sondern auch den Verlauf einer bereits bestehenden Erkrankung positiv beeinflussen.

10.Fazit: Wichtige Informationen zum Umgang mit Herzerkrankunge

Wenn du an einer Herzrhythmusstörung leidest, ist es wichtig, dass du dich von einem Arzt behandeln lässt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Dein Arzt kann eine Elektrokardiographie (EKG) oder ein Langzeit-EKG durchführen, um deine Herzfrequenz und den Rhythmus zu überwachen.

Es gibt auch verschiedene Medikamente, die zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden können. In einigen Fällen kann eine Operation notwendig sein, um den Rhythmus deines Herzens wiederherzustellen.

Um das Risiko für Herzrhythmuserkrankungen zu verringern, solltest du auf eine gesunde Ernährung achten und regelmäßige körperliche Aktivität in dein Leben integrieren. Stressabbau-Techniken wie Yoga oder Meditation können ebenfalls helfen.

Insgesamt ist es wichtig, dass du auf deinen Körper hörst und bei Symptomen wie Schwindelgefühl oder unregelmäßigem Puls einen Arzt aufsuchst. Mit der richtigen Diagnose und Behandlung kannst du weiterhin ein glückliches und gesundes Leben führen.


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Herzrhythmusstörung

Herzrhythmusstörungen bedeuten, dass ein Herzrhythmus anliegt, der von der normalen Frequenz abweicht. Es kann auch zu einer Störung des zeitlichen Ablaufs einer Herzaktion kommen.

Man spricht man „Supraventrikulären Rhythmusstörungen“, wenn die Rhythmusstörung den Vorhof betreffen. Hierunter fallen Extrasystolen, Vorhofflattern und Vorhofflimmern sowie Supraventrikuläre Tachykardien.

Ventrikuläre Rhythmusstörungen betreffen die Herzkammer. Hierzu gehören ventrikuläre Extrasystolen, ein Akzelerierter idioventrikulärer Rhythmus, ventrikuläre Tachykardien sowie Kammerflattern und Kammerflimmern.

Zudem kann eine Störungen im Erregbungsbildsungs- und Leitungssystem vorliegen. Hierunter fallen folgende Rhythmusstörungen: Das Sick-sinus-Syndrom, eine Sinusbradykardie, das Karotissimus-Syndrom, Supraventrikuläre Tachykardie, Atrioventrikuläre Tachykardien (AV-Block und AV-Knoten-Reentrytachykardie), ein Wolf-Parkinsons-White-Syndrom sowie der ventrikuläre Ersatzrhythmus.

Allgemeine Ursachen

Ursachen für eine Herzrhythmusstörung sind Stress, chemische Substanzen, Elektrolytstörungen sowie Herzerkrankungen wie ein Klappendefekt, eine Myokarditis oder ein Myokardinfarkt). Weitere mögliche Ursachen sind endokrine Erkrankungen wie ein Phäochromozytom oder eine Hyperthyreose.

Im folgenden betrachten wir uns die Bradykardie, Sinustachykardie, Extrasystolen, AV-Block sowie tachykarde Störungen.

Bei einer Bradykardie liegt die Herzfrequenz bei unter 60 Schlägen pro Minute. Ursachen sind eine Erkrankung des Sinusknotens (Sick-Sinus-Syndrom) oder auch eine Blockierung der Erregungsleitung. Weitere Ursachen sind eine Hypothyreose, eine Unterkühlung sowie auch Medikamentennebenwirkungen.

Zu den möglichen Symptomen zählen eine Leistungsminderung, Synkopen (Bewusstlosigkeit), Schwindel und Übelkeit. Eine bestehende Herzinsuffizienz kann auch dekompensieren. Dies kann zum plötzlichen Herztod führen

Bei einer Sinustachykardie bestehen Herzfrequenzen von über 100 Schlägen pro Minute. Bei Säuglingen, Kleinkindern sowie körperlicher und psychischer Anstrengung sind solche Herzfrequenzen physiologisch. Bei einer primären Sinustachykardie sind keine konkreten Ursachen erkennbar. Eine sekundäre Sinustachykardie entspricht einem Kompensationsmechanismus. Das Herz möchte einen bestehenden Mangel ausgleichen. Dieser kann durch eine Anämie, einen Volumenmangel, Fieber, eine Lungenembolie, eine Herzinsuffizienz oder eine Myokarditis entstehen.

Zudem spielt auch eine mögliche hormonelle Fehlregulation eine Rolle. Eine Hyperthyreose oder auch eine Phäochromozytom können eine Sinustachykardie auslösen. Des weiteren können auch chemische Substanzen wie Medikamente oder Rausch- und Genussmittel die erhöhten Herzfrequenzen verursachen.

Als Symptome können die einer Angina pectoris bestehen, wozu auch eine Dyspnoe (Atemnot) zählt. Zudem können Nervosität, Palpitationen, ein subjektives Gefühl von Herzrasen, ein Schwächegefühl wie auch eine Kaltschweißigkeit auftreten.

Extrasystolen kommen häufig bei gesunden Menschen vor uns sind oft ohne Krankheitswert. Hierbei können eine psychische Erregung, Übermüdung, eine gesteigerte Aktivität des vegetativen Nervensystems, Elektrolytstörungen, Medikamentennebenwirkungen, Alkohol, Koffein, Nikotin sowie ein Stromunfall Extrasystolen auslösen.

Ein AV-Block ist eine häufige Herzrhythmusstörung. Hierbei ist die Erregungsleitung am Atrioventrikularknoten (AV-Knoten) verzögert. Sie kann auch zeitweise oder dauerhaft unterbrochen sein. Es gibt vielfältige Ursachen für einen AV-Block. Hierzu gehören eine organische Herzerkrankung, eine Myokarditis oder auch eine Koronare Herzkrankheit.

Der AV-Block wird in unterschiedliche Grade eingeteilt. Bei dem AV-Block I. Grades ist die Erregungsleitung verzögert, sodass es zu einer verspätet einsetzenden Kontraktion des Herzens kommt. Dies lässt sich als Verlängerung der PQ-Zeit im EKG erkennen. Der AV-Block I. Grades bleibt subjektiv meist unbemerkt und bedarf häufig keiner Behandlung.

Bei dem AV-Block II. Grades (Wenckebach) ist die PQ-Zeit verlängert, bis eine Vorhoferregung gar nicht mehr übergeleitet wird. Dann fällt die Kammerkontraktion vollständig aus.

Der AV-Block II. Grades (Mobitz I) ist das unerwartete und plötzliche Ausbleiben einer Kammeraktion. Hierbei muss keine Verlängerung der PQ-Zeit vorliegen. Dabei kann auch nur jede 2., 3. oder 4. Vorhoferregung auf die Kammer übertragen werden.

Der AV-Block III. Grades (Mobitz II) ist der vollständige Ausfall der Erregungsleitung zwischen Vorhof und Kammer. Dies wird auch als AV-Dissoziation bezeichnet. Die Kammern bleiben stehen oder schlagen in einem Ersatzrhythmus asynchron zu den Vorhöfen weiter.

Bei einem AV-Block können Symptome wie Schwindel bis hin zu einer Synkope bestehen. Der AV-Block III. Grades kann zudem dekompensieren, was zu einem Herzstillstand führen kann.

Tachykarde Störungen

Tachykarde Störungen werden in folgende Formen differenziert: Vorhofflimmern und Vorhofflattern sowie Kammerflimmern und Kammerflattern.

Das Vorhofflattern tritt paroxysmal (anfallsweise) oder permanent auf. Die Vorhöfe schlagen hierbei mit einer Herzfrequenz von 240 bis 340 Schlägen pro Minute. Ein Vorhofflattern tritt insbesondere bei einer Koronaren Herzkrankheit auf und kann auch bei gesunden Menschen bestehen. Es kommt zu Symptomen wie Dyspnoe, Palpitationen, Angst, Schwindel und Synkopen. Diese Symptome treten auch bei einem Vorhofflimmern auf.

Das Vorhofflimmern wird auch als Absolute Arrythmie bezeichnet. Dieses kann auch paroxysmal sowie dauerhaft auftreten. Hierbei kommt es zu einer ungeordneten Tätigkeit der Vorhöfe. Die Herzfrequenz liegt bei über 350 Schlägen pro Minute. Das Vorhofflimmern ist dabei die häufigste Herzrhythmusstörung. Ursachen sind eine Medikamentennebenwirkung, eine Koronare Herzkrankheit, eine Herzinsuffizienz, eine Hyperthyreose sowie Defekte an den Herzklappen.

Das Kammerflattern besteht aus einer schnellen Folge von Kammeraktionen mit einer Frequenz von 200 bis 350 Schlägen pro Minute. Ursachen sind organische Herzerkrankung und Elektrolytentgleisungen. Der Übergang zu einem Kammerflimmern ist fließend. Deshalb stellt das Kammerflattern einen Notfall dar! Die Symptome gleichen denen eines Herzstillstands, da bei Frequenzen oberhalb von 250 Schlägen pro Minute kein Auswurf von Blut mehr erfolgt.

Das Kammerflimmern stellt eine pulslose Herzrhythmusstörung dar. In den Herzkammern laufen ungeordnete Erregungen ab und der Herzmuskel kontrahiert nicht mehr regelmäßig. Die Herzfrequenz liegt hierbei bei über 300 Schlägen pro Minute. Aufgrund des fehlenden Auswurfs von Blut führt das Kammerflimmern unbehandelt zum Tod. Ein Kammerflimmern kann zum Beispiel aufgrund eines Myokardinfarkts oder auch eines Stromunfalls entstehen.

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