Vom Antibiotikum bis zur Bettruhe: Die besten Tipps zur schnellen Genesung bei einem Erysipel

Du hast ein Erysipel und möchtest schnell wieder gesund werden? Dann haben wir hier die besten Tipps für dich: Von der Einnahme von Antibiotika über die richtige Pflege der betroffenen Stelle bis hin zur Bettruhe. Mit diesen Ratschlägen wirst du schnell wieder fit!

Was ist ein Erysipel?

Wenn Du von einem Erysipel betroffen bist, möchtest Du sicherlich wissen, was das genau ist. Ein Erysipel ist eine bakterielle Infektion der Haut und des Unterhautgewebes. Es wird auch als Wundrose bezeichnet und tritt häufig an den Beinen oder im Gesicht auf. Die Infektion wird durch Bakterien verursacht, die in den Körper gelangen und sich dort vermehren. Diese Bakterien können durch kleinste Verletzungen wie Kratzer oder Insektenstiche in die Haut eindringen und eine Entzündung hervorrufen. Wenn Du also plötzlich Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der betroffenen Stelle bemerkst, solltest Du schnell handeln und einen Arzt aufsuchen.

Welche Symptome können auftreten?

Wenn du an einem Erysipel erkrankst, können verschiedene Symptome auftreten. Eine typische Ausprägung ist eine rötliche Verfärbung der betroffenen Hautpartie, die sich warm anfühlt und oft schmerzhaft ist. Die Rötung kann sich schnell ausbreiten und es können sich Blasen oder offene Wunden bilden. Auch Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen sind mögliche Begleiterscheinungen des Erysipels. Es ist wichtig, dass du bei ersten Anzeichen einer Infektion schnell handelst und einen Arzt aufsuchst, um eine gezielte Behandlung einzuleiten. Je früher das Erysipel erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen und desto schneller kannst du dich wieder erholen.

Wie wird Erysipel diagnostiziert?

Um ein Erysipel zu diagnostizieren, wird der Arzt in der Regel eine körperliche Untersuchung durchführen und die Symptome des Patienten genau beobachten. Dabei wird er vor allem auf die typischen Anzeichen wie Rötung, Schwellung und Überwärmung achten. Um eine bakterielle Infektion als Ursache auszuschließen oder zu bestätigen, kann auch eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Hierbei werden bestimmte Entzündungsparameter im Blut gemessen, die bei einer Infektion erhöht sein können. In manchen Fällen kann auch eine Probe des betroffenen Gewebes entnommen werden, um das Bakterium genauer zu identifizieren und gegebenenfalls gezielt behandeln zu können. Eine schnelle Diagnose ist wichtig, da ein unbehandeltes Erysipel schwerwiegende Komplikationen nach sich ziehen kann.

Antibiotika als Behandlungsmöglichkeit

Wenn du an einem Erysipel erkrankt bist, kann die Einnahme von Antibiotika eine effektive Behandlungsmethode sein. Antibiotika sind Medikamente, die Bakterien abtöten oder ihr Wachstum hemmen können. Da das Erysipel durch Bakterien verursacht wird, können Antibiotika helfen, die Infektion zu bekämpfen und Entzündungen zu reduzieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass Antibiotika nur bei bakteriellen Infektionen wirksam sind und nicht gegen Viren oder Pilze helfen. Daher sollte die Einnahme von Antibiotika nur auf Anweisung eines Arztes erfolgen, der eine Diagnose gestellt hat und das geeignete Medikament verschreiben kann.

Die Dauer der Antibiotikabehandlung variiert je nach Schweregrad der Erkrankung und dem individuellen Gesundheitszustand. Es ist wichtig, das gesamte verschriebene Medikament einzunehmen, auch wenn sich die Symptome bereits gebessert haben. Andernfalls könnten sich die Bakterien erneut vermehren und die Infektion könnte zurückkehren.

Neben der Einnahme von Antibiotika gibt es weitere Maßnahmen zur schnellen Genesung bei einem Erysipel. Dazu gehören unter anderem Bettruhe, Kühlung der betroffenen Stelle und das Hochlegen des betroffenen Beins. Auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine gesunde Ernährung sollte geachtet werden.

Insgesamt ist es wichtig, bei einem Erysipel frühzeitig einen Arzt aufzusuchen und die empfohlenen Behandlungsmethoden genau einzuhalten, um eine schnelle Genesung zu erreichen.

Weitere Tipps zur schnellen Genesung bei Erysipel

Um eine schnelle Genesung bei Erysipel zu erreichen, gibt es neben der Antibiotika-Therapie noch weitere Tipps, die du beachten solltest. Eine wichtige Maßnahme ist die Schonung des betroffenen Körperteils. Vermeide es, das Bein oder den Arm zu belasten und lege es hoch. Dadurch wird die Durchblutung verbessert und Schwellungen können schneller abklingen. Auch das Tragen von lockerer Kleidung, die nicht auf der betroffenen Stelle reibt, kann helfen, den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Eine weitere Möglichkeit zur Unterstützung der Genesung sind kühlende Umschläge. Diese können Schmerzen lindern und Entzündungen reduzieren. Achte jedoch darauf, dass der Umschlag nicht zu kalt ist und verwende ein sauberes Tuch oder eine Kompresse.

Zusätzlich solltest du darauf achten, ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen und dich gesund zu ernähren. Ein geschwächtes Immunsystem kann den Heilungsprozess verzögern oder sogar verhindern. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse versorgt deinen Körper mit wichtigen Nährstoffen und stärkt dein Immunsystem.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Kombination aus Antibiotika-Therapie, Schonung des betroffenen Körperteils, kühlenden Umschlägen sowie einer gesunden Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr für eine schnelle Genesung bei Erysipel sorgen kann. Wichtig ist es, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen und die Therapie konsequent durchzuführen.

Wie Du eine schnelle Genesung bei Erysipel erreichen kannst

Wenn du an einem Erysipel erkrankt bist, ist es wichtig, dass du schnell handelst, um eine schnelle Genesung zu erreichen. Neben der Einnahme von Antibiotika gibt es noch weitere Tipps, die dir helfen können, dich schneller zu erholen. Dazu gehört zum Beispiel das Hochlegen des betroffenen Beins und das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine gesunde Ernährung sind wichtig, um den Körper bei der Genesung zu unterstützen. Zudem solltest du unbedingt darauf achten, dass du genug Ruhe und Schlaf bekommst, um deinem Körper Zeit zur Regeneration zu geben. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind ebenfalls entscheidend für eine schnelle Genesung bei einem Erysipel. Wenn du die Symptome rechtzeitig erkennst und einen Arzt aufsuchst, kann die Krankheit schnell behandelt werden und du kannst bald wieder vollständig genesen.


Hier der ursprüngliche Artikel

Das Erysipel ist eine bakterielle Infektion und Entzündung der oberen Hautschichten und Lymphwege und zeigt sich als scharf begrenzte flächenhafte starke Rötung. Das Erysipel geht von kleinen Hautverletzungen aus und tritt meist im Gesicht, an Armen oder Beinen auf. Andere Bezeichnungen für das Erysipel sind Wundrose und Rotlauf.

Ursache

Ursache ist meist eine akute Infektion der Haut durch β-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A, also Streptococcus pyogenes. Selten können andere Erreger für die Entstehung eines Erysipels verantwortlich sein. Dazu gehören Streptokokken anderer Gruppen, Staphylococcus aureus und gramnegative Stäbchen wie Klebsiella pneumoniae. Die Eintrittspforte für die Krankheitserreger ist häufig eine Wunde, eine Rhagade oder Fußpilz. In einigen Fällen kann eine auslösende Wunde auch vergebens gesucht werden.

Patienten mit Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödemen) sind stärker gefährdet, an einem Erysipel zu erkranken, insbesondere bei vorbestehendem Lymphgefäßschaden. Grund hierfür ist, dass die Lymphbahnen einen Abtransport von eingedrungenen Bakterien in die Lymphknoten bewirken, dort werden dann die Bakterien durch Abwehrzellen abgetötet. Beim Lymphgefäßschaden funktioniert dieser Transport nur bedingt.

Symptome

Typisch für das Erysipel ist eine sich rasch ausbreitende, hochrote, abgestufte, flammenförmige, scharf begrenzte und schmerzhafte Hautrötung. Die gerötete Haut liegt zunächst noch im Niveau der Umgebung, schwillt später an und ist überwärmt. Die Symptome können von kleinen roten Punkten ohne Begleiterscheinungen bis zur hochfieberhaften Infektion mit Schüttelfrost und schwerer Beeinträchtigung reichen.

Verlauf

Nach einer Inkubationszeit von wenigen Stunden bis zu zwei Tagen beginnt das Erysipel meistens plötzlich mit Fieber und Schüttelfrost. Erst Stunden später zeigen sich die typischen Hautveränderungen.

Diagnose und Differentialdiagnose

Das Erkennen dieser Krankheit bereitet meist keine Schwierigkeiten und kann manchmal als „Blickdiagnose“ gestellt werden. Die Diagnose wird somit in der Regel „klinisch“ gestellt – ein Erregernachweis ist meist nicht möglich. Schwierigkeiten bereiten Erysipele auf vorgeschädigter Haut, z. B. bei einem postthrombotischen Syndrom. Verwechslungsgefahr besteht mit einer so genannten Stauungsdermatitis vor allem im Bereich der Beine bzw. einer akuten Dermatitis im Gesichtsbereich. Ein sich symmetrisch vom Nasenrücken auf die angrenzenden Wangen ausbreitendes Erysipel wird als „Schmetterlingserysipel“ bezeichnet. Dies ist zu unterscheiden von einem Schmetterlingserythem beim Lupus erythematodes. Auch eine allergische Kontaktdermatitis oder ein Angioödem müssen von einem Erysipel abgegrenzt werden. Bei dem nicht seltenen Erysipel der Ohrmuschel ist differentialdiagnostisch eine Perichondritis in Betracht zu ziehen, da die Wahl des Antibiotikums davon abhängt. Eine unter Umständen zu Beginn ähnlich aussehende bakterielle Erkrankung der Haut und Unterhaut, die aber einen rasenden Verlauf hat, ist die nekrotisierende Fasziitis. Differentialdiagnostisch muss auch die Möglichkeit des Anfangsstadiums einer Lyme-Borreliose, ausgelöst durch einen Zeckenstich, abgeklärt werden. Hier muss es nicht immer zu einer kreisförmigen Rötung kommen, sondern es kann sich auch ein sogenanntes Erythema migrans, eine flächige Hautrötung ausbilden, die leicht mit einem Erysipel zu verwechseln ist. Dies sollte mithilfe eines großen Blutbildes inklusive Untersuchung des Borrelien-Titers vorsichtshalber abgeklärt werden.

Behandlung

Patienten mit blasenbildendem oder blasenbildend-blutendem Erysipel werden meist stationär ins Krankenhaus aufgenommen. Das blasenbildende Erysipel wird auch bullös genannte, das blasendbilden-blutende Erysipel entsprechend bullös-hämorrhagisch. In der Regel ist eine hochdosierte intravenöse antibiotische Therapie notwendig, da das Erysipel eine ausgesprochene Neigung zu Rückfällen zeigt. Die Therapie bei schwerer Erkrankung mit z.B. herabgesetztem Allgemeinbefinden und hohem Fieber erfolgt als intravenöse Dauertropfinfusion.

Die Behandlung leichterer Formen kann auch mit Antibiotikatabletten erfolgen. Tritt während einer nichtstationären Behandlung eine Blasenbildung auf, muss sofort der Arzt aufgesucht werden, um eine Verschlimmerung zum hämorrhagischen Zustand zu verhindern.

Zur Akutbehandlung werden weiterhin kühlende Umschläge mit Wasser oder desinfizierenden Substanzen eingesetzt. Bettruhe ist empfohlen. Außerdem muss die Eintrittspforte der Bakterien behandelt werden, um ein Rezidiv zu vermeiden.

Folgeschäden sind nur in extremen, unbehandelten Fällen bei Patienten mit operierter Herzklappe zu befürchten. Risikopatienten sollten den Hausarzt daher frühzeitig aufsuchen. Beim hämorrhagischen Erysipel kann nach dem Abheilen der Blasenzone eine Vernarbung auftreten, die zu einer bleibenden Hautverfärbung führt.

Komplikationen

Das Erysipel zeigt eine spontane Rückbildungstendenz; ohne Behandlung treten jedoch oft Rezidive auf, die durch das Verkleben der Lymphbahnen zu Störungen des Lymphabflusses eines Armes oder Beines führen können – hier kann ein sekundäres Lymphödem bis hin zur Elephantiasis auftreten. Über eine Rezidivquote von 30 % innerhalb von drei Jahren wird berichtet, weshalb oft eine intravenöse antibiotische Behandlung über zehn Tage empfohlen wird.

Weitere Komplikationen sind eine Thrombophlebitis sowie eine Hirnvenenthrombose und eine Meningitis bei Auftreten im Gesicht durch den Eintritt der Erreger in Kollateralvenen in der tiefen Gesichtsregion. Eine nekrotisierende Fasziitis kann bei einem Erysipel am Unterschenkel entstehen und im Anfangsstadium mit diesem verwechselt werden.

Beim rezidivierenden Erysipel besteht die Gefahr eines sekundären Lymphödems mit allen hierdurch entstehenden möglichen Folgezuständen.

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