Lungenembolie

Die Lungenembolie beschreibt die Verstopfung eines Blutgefäßes in der Lunge, meist durch ein Blutgerinnsel oder wie bei einem Tauchunfall durch Gasbläschen. Der die Lungenembolie auslösende Thrombus entsteht in den meisten Fällen in den tiefen Bein- und Beckenvenen, gelangt über die untere Hohlvene in den rechten Vorhof und Ventrikel des Herzens und weiter in die Pulmonararterie. Dort bleibt er stecken und verschließt das Gefäß. Je größer der Thrombus, desto größer ist auch das nicht mehr durchblutete Areal bzw. die Lungenembolie. Weitere Embolieursachen sind z.B. Fruchtwasserembolien bei der Geburt, Fettembolien bei Brüchen der langen Röhrenknochen, Knochenmarksembolien oder auch Luftembolien, wenn Luft in die Venen gespritzt wird. Die Lungenembolie ist nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

Aufgrund der Embolie kommt es zu einem Druckanstieg im Lungenkreislauf mit einhergehender Rechtsherzbelastung. Dies führt zu einer herabgesetzten Förderungsmenge und einer verminderten Sauerstoffversorgung der Organe, wodurch es auch zu einem kardiogenen Schock kommen kann.

Symptomatik

Symptomatisch bestehen v.a. eine Tachykardie, also ein beschleunigter Herzschlag, und auch eine Tachypnoe mit Dyspnoe, also eine beschleunigte Atemfrequenz mit Atemnot. Zudem kann es auch zu Husten und Blut im Auswurf kommen. Der typische Schmerz, der auftritt, ist ein atemabhängiger Schmerz. Darüber hinaus kann es auch zu einer Hypotonie bis hin zu einem Schock kommen, also zu einem niedrigen Blutdruck bis hin zur Schocksymptomatik. Im Rahmen einer Reanimation können sich gestaute Halsvenen zeigen.

Therapie

Therapeutisch steht im Vordergrund, dass die Lungenembolie ein akuter Notfall ist. Man lagert den Patienten mit erhöhtem Oberkörper und verabreicht Sauerstoff. Als Medikamente können u.a. Präparate zur Beeinflussung der Blutgerinnung, also sog. Antikoagulantien, wie Herparin oder auch in Form einer Lyse-Therapie gegeben werden.