Morbus Scheuermann

Morbus Scheuermann

Der Morbus Scheuermann ist eine Wachstumsstörung und betrifft die jugendliche Wirbelsäule. Nach der aktuellen Auffassung besteht eine Schwächung der knorpeligen Wachstumszonen an den Grund- und Deckplatten der Wirbelkörper.

Ursache

Bei einer verstärken Biegebelastung, zum Beispiel bei längerem Sitzen, und gleichzeitig schwach ausgeprägter Rückenmuskulatur werden die Wirbelkörper im Brustbereich stark belastet. Hierdurch kann es zu Schäden an den Verbindungen der Deck- und Bodenplatten der Wirbelkörper kommen. Die Wachstumszonen an den Wirbelkörperkanten werden beschädigt. Hierdurch wächst die Vorderkante langsamer, wodurch sich sogenannte „Keilwirbel“ ausprägen. In den Deck- und Bodenplatten entstehen erbsen- bis linsengrob Kavernen, welche mit Bandscheibenmaterial gefüllt sind. Diese Einbrüche werden als „Schmorl-Knötchen“ bezeichnet.

Symptome

Nach dem Wachstumsende des Körpers ist mit keinem weiteren Fortschreiten der Erkrankung zu rechnen. Im Verlauf kann eine fixierte Kyphose entstehen. Dies ist eine im Burstwirbelsäulenbereich nach außen gerichtete Fehlstellung. Gleichzeitig können im gesamten Verlauf Rückenschmerzen bestehen. In der Diagnostik wird ein Röntgenbild erstellen. Hier können die Kyphose- und Lordosewinkel der Wirbelsäule begutachtet werden. Des weiteren können im Röntgenbild auch die Schmorl-Knötchen gesehen werden. Auch eine Schmerzanamnese und das Alter des Patienten geben wichtige Rückschlüsse auf die Erkrankung.

Therapie

In der Therapie werden bevorzugt Physiotherapie und Sporttherapie empfohlen. In schwereren Fällen kann mit einem aufrichtenden Korsett behandelt werden. In ganz schweren Verlaufsformen kann auch ein operativer Eingriff erfolgen. Im Allgemeinen werden auch Schmerzmedikamente verabreicht, um den Alltag zu erleichtern.