Psoriasis (Schuppenflechte)

Die Psoriasis, die besser bekannt ist als Schuppenflechte, ist eine häufige Hauterkrankung mit Entzündungen, Schuppungen und sog. Hyperproliferation der Epidermis. Es bestehen triggernde Faktoren wie z.B. Streptokokkeninfektion, Einnahme bestimmter Medikamente, Stress und Alkoholkonsum. Zudem ist eine genetische Prädispositionskomponente bekannt. Eine Psoriasis kann auch die Gelenke mit betreffen, welches als Psoriasis arthropatica bezeichnet wird.

Symptome

Es kommt zu entzündlichen Rötungen, welche scharf begrenzt sind. Es zeigt sich eine glänzende silbrige Schuppung – diese werden als erythemato-squemöse Herde bezeichnet. Sie können unterschiedliche Größen annehmen, von wenigen Millimetern bis hin zu großen kongruierenden Arealen. Tendenziell bestehen die befallenen Hautstellen an den Streckseiten der Extremitäten sowie am okzipitalen Haaransatz, dem Kreuzbein und der Gesäßfalte. Zudem kann es auch zu Veränderungen der Nägel kommen. Hier zeigen sich Krümelnägel, Tüpfelnägel und Ölflecke.

Diagnostik

Die Abklärung eines Psoriasis-Verdachts umfasst verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten. So findet sich z.B. bei Abkratzen einer Schuppe in dünnes, trockenes Häutchen, welches die unterste Epidermisschicht darstellt. Abgekratzte Schuppen können sich aus wie aus Kerzenwachs bestehend darstellen. Oder man entfernt ein letztes Häutchen unter einer Schuppe, wonach sich eine punktförmige Blutung entwickelt. Es kann auch ein sog. Köbner-Phänomen getestet werden – hierbei werden unterschiedliche Reize auf die Haut gegeben und ggf. sich entwickelnde Psoriasis-Herde beobachtet.

Therapie

Es bestehen verschiedene therapeutische Ansätze. So kann z.B. mit rückfettenden Salben oder Kortisonpräparaten gearbeitet werden. Auch die Bestrahlung mit UVA-Licht hat sich in der Vergangenheit bewährt. Klimatherapien bzw. der Einfluss von Salzwasser hat auch positiven Einfluss auf den Verlauf. Aktuell werden moderne immunstimulierende Behandlungsformen erfolgreich in die Behandlungsmöglichkeiten eingeführt.