Hyperventilation: Wie du sie erkennst und kontrollierst

Hast du schon mal das Gefühl gehabt, dass du nicht genügend Luft bekommst? Oder dass dein Herz wie wild zu schlagen beginnt? Diese Symptome können auf Hyperventilation hinweisen. In diesem Blogartikel erfährst du, was Hyperventilation ist, welche Symptome sie verursacht und wie du sie kontrollieren kannst.

Was ist Hyperventilation?

Hyperventilation ist ein Zustand, bei dem man schnell und flach atmet. Dabei wird mehr Kohlenstoffdioxid (CO2) aus dem Körper ausgeschieden als notwendig. Dies führt zu einem Ungleichgewicht im Blut und kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, die oft als Angst oder Panikattacken wahrgenommen werden. Zu den Symptomen können Schwindel, Taubheitsgefühl in den Händen oder Füßen, Brustschmerzen und Atemnot gehören. Hyperventilation kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, wie zum Beispiel Stress, Angst oder körperliche Anstrengung. Es ist wichtig, eine beginnende Hyperventilation frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um weitere Symptome zu vermeiden. Dazu kann man versuchen, langsamer und tiefer zu atmen oder sich auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren. Langfristige Lösungen zur Verhinderung weiterer Hyperventilationsattacken können Entspannungsübungen oder Atemtechniken sein. Der Schlüssel zur Kontrolle von Hyperventilation besteht darin, bewusster auf die Atmung zu achten und gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Symptome von Hyperventilation erkennen

Wenn du Hyperventilation erlebst, ist es wichtig, die Symptome zu erkennen. Ein häufiges Symptom ist schnelles und flaches Atmen. Du kannst auch Schwindelgefühle, Taubheit in den Händen und Füßen, Muskelkrämpfe und Herzklopfen bemerken. Manchmal kann es auch zu Angstzuständen oder Panikattacken kommen. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome nicht immer leicht zu erkennen sind und von Person zu Person unterschiedlich sein können. Wenn du eines oder mehrere dieser Symptome bei dir selbst oder bei jemand anderem bemerkst, solltest du versuchen, ruhig zu bleiben und langsam zu atmen. Wenn möglich, solltest du eine Pause einlegen und dich hinsetzen. Es ist auch hilfreich, wenn jemand in der Nähe ist, der dir helfen kann. Es ist wichtig zu verstehen, dass Hyperventilation kein Zeichen von Schwäche ist und jederzeit auftreten kann. Indem du die Symptome erkennst und weißt, wie man damit umgeht, kannst du besser darauf reagieren und sie kontrollieren.

Ursachen von Hyperventilation verstehen

Wenn du Hyperventilation erlebst, kann es hilfreich sein, die Ursachen zu verstehen, um langfristige Lösungen zu finden. Die häufigsten Ursachen von Hyperventilation sind Angst und Stress. Wenn wir uns in einer Situation befinden, die uns Angst macht oder gestresst ist, neigen wir dazu, schnell und flach zu atmen. Dies führt dazu, dass unser Körper mehr Sauerstoff aufnimmt, als er benötigt, und Kohlendioxid schneller ausatmet als normalerweise. Dieses Ungleichgewicht verursacht die Symptome von Hyperventilation wie Schwindel, Kribbeln in Händen und Füßen und Herzklopfen.

Eine weitere Ursache von Hyperventilation kann eine körperliche Erkrankung sein. Asthma, Lungeninfektionen oder Herzprobleme können dazu führen, dass der Körper nicht genug Sauerstoff bekommt und somit zu Hyperventilation führen kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass Hyperventilation auch durch bestimmte Verhaltensweisen ausgelöst werden kann. Zum Beispiel können bestimmte Atemtechniken oder das Halten des Atems während des Trainings oder Yoga-Übungen dazu führen.

Indem du die Ursachen von Hyperventilation verstehst, kannst du langfristige Lösungen finden. Wenn deine Hyperventilation durch Angst oder Stress verursacht wird, solltest du Techniken lernen, um diese Emotionen zu bewältigen. Eine gesunde Lebensweise mit regelmäßiger Bewegung und Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga kann ebenfalls helfen.

Wenn deine Hyperventilation auf eine körperliche Erkrankung zurückzuführen ist, solltest du einen Arzt aufsuchen, um die zugrunde liegende Ursache zu behandeln. Egal was die Ursache deiner Hyperventilation ist, es ist wichtig, dass du lernst, wie man eine beginnende Attacke behandelt und kontrolliert.

Insgesamt kann das Verständnis der Ursachen von Hyperventilation dazu beitragen, langfristige Lösungen zu finden und Hyperventilation besser zu kontrollieren.

Wie man eine beginnende Hyperventilation behandelt und kontrolliert

Wenn du eine beginnende Hyperventilation bemerkst, gibt es einige effektive Methoden, um diese zu behandeln und zu kontrollieren. Der erste Schritt ist, ruhig zu bleiben und bewusst tief und langsam ein- und auszuatmen. Wenn du in der Lage bist, dich selbst zu beruhigen, kann dies helfen, die Symptome der Hyperventilation zu reduzieren. Es kann auch hilfreich sein, deine Atmung durch das Einhalten des Atems für ein paar Sekunden zwischen den Ein- und Ausatmen zu regulieren. Eine weitere Methode ist das Atmen in eine Papiertüte oder ähnliches Objekt, um den Kohlenstoffdioxidspiegel im Blut wiederherzustellen. Dies kann dazu beitragen, die Atmung zu normalisieren und die Symptome der Hyperventilation schnell zu lindern. Wenn du jedoch keine Papiertüte zur Hand hast, kannst du auch deine Hände verwenden, indem du sie vor deinem Mund hältst und tief ein- und ausatmest.

Es ist auch wichtig, die Ursache der Hyperventilation zu verstehen, um zukünftige Anfälle zu vermeiden. Mögliche Ursachen können Angstzustände, Stress oder körperliche Aktivität sein. Daher solltest du versuchen herauszufinden, was bei dir eine Hyperventilation auslöst und versuchen diese Auslöser in Zukunft zu vermeiden oder besser damit umzugehen.

Insgesamt gibt es viele Möglichkeiten zur Behandlung einer beginnenden Hyperventilation. Es ist wichtig sich bewusst auf seine Atmung zu konzentrieren und sich selbst zu beruhigen. Wenn du jedoch regelmäßig unter Hyperventilation leidest, solltest du einen Arzt aufsuchen, um die Ursache zu ermitteln und langfristige Lösungen zu finden, um zukünftige Anfälle zu vermeiden.

Langfristige Lösungen, um einer weiterenHyperventilationsattacke vorzubeugen

Wenn du regelmäßig unter Hyperventilation leidest, ist es wichtig, langfristige Lösungen zu finden, um einer weiteren Attacke vorzubeugen. Eine Möglichkeit ist es, bewusster und tiefer zu atmen, um das Gleichgewicht zwischen Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Körper aufrechtzuerhalten. Es kann auch hilfreich sein, Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation in deinen Alltag zu integrieren, um Stress abzubauen und eine positive Einstellung zu fördern. Eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Schlaf, regelmäßiger körperlicher Aktivität und einer ausgewogenen Ernährung kann ebenfalls dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit von Hyperventilationsattacken zu verringern. Wenn du bemerkst, dass bestimmte Auslöser wie Angst oder Panikattacken deine Hyperventilation auslösen, solltest du lernen, diese Auslöser zu erkennen und Strategien zur Bewältigung dieser Situationen zu entwickeln. Langfristige Lösungen erfordern Geduld und Disziplin, aber sie können dir helfen, ein Leben ohne ständige Angst vor einer weiteren Hyperventilationsattacke zu führen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hyperventilation eine ernstzunehmende Erkrankung ist, die viele Menschen betrifft. Es ist wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen und zu verstehen, was die Ursachen sein können. Eine beginnende Hyperventilation kann durch einfache Techniken wie bewusstes Atmen oder Ablenkung behandelt werden. Langfristige Lösungen wie Entspannungsübungen oder Psychotherapie können dazu beitragen, einer weiteren Hyperventilationsattacke vorzubeugen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass jeder Fall individuell ist und es keine pauschale Lösung gibt. Wenn du das Gefühl hast, dass du an Hyperventilation leidest, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen und dich beraten lassen. Mit der richtigen Behandlung und Unterstützung kannst du lernen, deine Atmung zu kontrollieren und ein Leben ohne Angst und Panikattacken führen.


Hier der ursprüngliche Artikel

Bei einer Hyperventilation handelt es sich um eine gesteigerte Belüftung der Lungen. Sie geht mit einer Abnahme des Kohlenstoffdioxid-Partialdruckes (CO2) und einem pH-Anstieg (respiratorische Alkalose) im Blut einher. Eine Hyperventilation kann sich als Störung der Atemregulation aus psychischen oder körperlichen Gründen ereignen (Hyperventilationssyndrom, primäre Hyperventilation), als Reaktion auf eine Unterversorgung zeigen (bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, sekundäre Hyperventilation) oder auch bei kontrollierter Beatmung auftreten.

Neben dem akuten Hyperventilationssyndrom, das durch anfallsweise auftretende beschleunigte und vertiefte Atmung mit den typischen tetanischen Symptomen gekennzeichnet ist, wird das chronische Hyperventilationssyndrom unterschieden, das zur Gruppe der Somatisierungsstörungen gezählt wird und oft mit nicht eindeutigen Symptomen einhergeht. Die angstbedingte, akute Hyperventilation kann bisweilen ein zugrunde liegendes Problem (zum Beispiel Pneumothorax) überdecken.

Das bei einem erhöhten Atmungsbedarf angepasste Atemvolumen beim Arbeiten (körperliche Belastung) ist keine Hyperventilation. Das Gegenteil (zu viel Kohlenstoffdioxid im Blut) heißt Hypoventilation. Das Phänomen einer zu schnellen Atmung, ohne Berücksichtigung der Kohlenstoffdioxidkonzentration im Blut, bezeichnet man als Tachypnoe.

Ursachen

Eine Hyperventilation ist eine Störung der Atemregulation, die meist psychisch bedingt ist. Starke Affekte wie Angst, Panik oder Erregung, aber auch Schmerzen oder Depressionen können zu einer beschleunigten Atmung führen.

Daneben kann eine Hyperventilation auch durch körperliche Erkrankungen wie Hirnentzündungen, Hirntumore, Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall, Elektrolytstörungen, Vergiftungen und Infektionskrankheiten ursächlich sein, die diagnostisch berücksichtigt werden müssen.

Differenzialdiagnostisch müssen körperliche Störungen ausgeschlossen werden, die eine kompensatorische Steigerung der Atmung verursachen, wie etwa Herzinsuffizienz und Erkrankungen der Lunge.

Ein besonderer Fall der (willentlichen, aber nicht beabsichtigten) Hyperventilation kann auftreten bei der Zirkularatmung, wie sie Blasinstrumentenspieler, vor allem beim Didgeridoo, verwenden. Einige Atemtherapien und Atemlehren verwenden absichtliche Hyperventilationen. Freitaucher (Taucher ohne Hilfsmittel) lehnen die Hyperventilation als einfache Möglichkeit zur Verlängerung der Tauchzeit ohne Geräteunterstützung wegen deren Gefährlichkeit weitgehend ab.

Atemregulation im Körper

Das Atemminutenvolumen des Menschen wird primär durch die CO2-Konzentration im arteriellen Blut geregelt. Die Messung der CO2-Konzentration erfolgt zum einen durch im Hirnstamm gelegene zentrale Chemorezeptoren und zum anderen durch periphere Chemorezeptoren, die sich im Glomus caroticum und in den Glomera aortica befinden. Steigt der CO2-Gehalt im Blut, erhöht sich das Atemzeitvolumen (Vermittlung durch das Atemzentrum). Eine sekundäre Atemsteuerung (hat unter Normalbedingungen deutlich geringerer Einfluss) übernehmen Sauerstoff- und pH-Rezeptoren, die bei zu niedriger Sauerstoffversorgung bzw. zu niedrigem pH-Wert das Atemzeitvolumen erhöhen.

Pathophysiologie

Die erhöhte Durchlüftung führt kaum zu einer Mehraufnahme von Sauerstoff im Körper, da die Sättigung des Blutes mit Sauerstoff schon bei normaler Atmung etwa 97 % beträgt. Allerdings kommt es zur vermehrten Abatmung des im Körper entstehenden Kohlenstoffdioxids. Kohlenstoffdioxid ist im Blut als Kohlensäure gebunden.

Durch eine vertiefte bzw. beschleunigte Atmung kommt es also zu einer Abnahme der CO2-Konzentration im Blut. Wenn weniger CO2 vorhanden ist, reagiert auch Kohlensäure ab, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Dies führt ebenfalls zu einem Anstieg des pH-Wertes des Blutes (respiratorische Alkalose).

Zum Verständnis der Folgen der Hyperventilation ist eine grundlegende Kenntnis über den Zustand der Hirngefäße in Abhängigkeit von der CO2-Konzentration im Blut erforderlich: Eine hohe CO2-Konzentration geht im Allgemeinen mit einer niedrigen O2-Konzentration einher. In diesem Fall erweitern sich die Gefäße des Gehirns, um eine adäquate Versorgung der Nervenzellen mit Sauerstoff zu gewährleisten. Bei der Hyperventilation tritt nun der umgekehrte Fall ein: Die abnorm geringe CO2-Konzentration führt zu einer Konstriktion der Hirngefäße. Dies führt zu der paradoxen Situation, dass eine vermehrte Atemtätigkeit trotz maximaler Sauerstoffsättigung zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff führt.

Durch die pH-Verschiebung kommt es außerdem zu Störungen des Elektrolythaushaltes, insbesondere zu einer relativen Hypokalziämie durch die vermehrte Bindung an negativ geladene Plasmaproteine (relativ, weil nicht die Konzentration des Calciums abnimmt, sondern der Anteil des frei gelösten ionisierten Calciums am Gesamt-Calcium im Blut). Dies ist dadurch zu erklären, dass Plasmaproteine bei erhöhten Blut-pH-Werten verstärkt Protonen an das Blut abgeben und damit eine negativ geladene Bindungsstelle frei wird. Calcium hat eine membranstabilisierende Wirkung. Sinkt nun die relative Konzentration, führt dies zu einer Übererregbarkeit des Nervensystems und der Muskulatur und damit zu den typischen neuromuskulären Symptomen (z. B. Krämpfe, „Pfötchenstellung“).

Symptome

Bei den Betroffenen liegt eine hohe Atemfrequenz (Tachypnoe) vor, sie klagen gleichzeitig über starke Luftnot, den Zwang, tief einatmen zu müssen, und ein Engegefühl über der Brust. Gähnen, Seufzer und ein Reizhusten können ebenfalls auftreten. Typisch sind die neuromuskulären Symptome. Charakteristischerweise treten Gefühllosigkeit und Missempfindungen (Parästhesien, als „Ameisenlaufen“ empfunden) auf, begleitet von Verkrampfungen der Hände („Pfötchenstellung“) und Lippen („Karpfenmaul“), Zittern, Muskelschmerzen und gelegentlich Lähmungen der Extremitäten. Begleitend sind oft Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen und Benommenheit, teilweise bis zur Synkope.

Auch kardiale Symptome können auftreten und sich als thorakale Schmerzen (über dem Brustkorb), Herzstechen und Herzklopfen (Palpitationen) äußern.

Bei chronischem Krankheitsbild können weiterhin Verdauungsprobleme (Aufstoßen, Blähungen, Schluckstörungen) auftreten, die oft dem Krankheitsbild des Reizdarmsyndroms entsprechen. Müdigkeit, Schläfrigkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Reizbarkeit, Wetterfühligkeit sowie phobische- oder Panikzustände sind ebenfalls mögliche Symptome des chronischen Verlaufs.

Behandlung

Im Vordergrund der Behandlung einer akuten Hyperventilation steht eine Beruhigung des Betroffenen mit der Anleitung zu bewusst langsamer und verminderter Atmung. Wenn dies aufgrund von Angst und Erregung nicht möglich ist, ist eine Rückatmung (in eine Plastik- oder Papiertüte bzw. eine Hyperventilationsmaske oder Sauerstoffmaske bei ausgeschaltetem Sauerstoffzufluss) angezeigt. Durch das mehrmalige Ein- und Ausatmen der eigenen kohlenstoffdioxidhaltigen Atemluft steigt die CO2-Konzentration im Blut des Patienten wieder an, und die zuvor konstringierten Hirngefäße weiten sich wieder. Zuweilen ist eine pharmazeutische Sedierung, z. B. mit einem Benzodiazepin, notwendig. Heute nicht mehr praktiziert wird ein Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts oder die intravenöse Verabreichung von Calcium.

Das chronische Hyperventilationssyndrom wird durch psychotherapeutische Behandlung sowie mit Physio- und Atemtherapie und Entspannungsverfahren behandelt. Bei etwa 60 % der Patienten kommt es darunter zu einer Besserung.

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