Was ist die subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie und wie beeinflusst sie dein Leben?
Hast du schon einmal von der subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie gehört? Diese Erkrankung beeinflusst das Gehirn und kann zu verschiedenen Symptomen führen, die dein Leben beeinträchtigen können. Erfahre in diesem Blogbeitrag mehr darüber.
Was ist die subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie?
Die subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie ist eine Erkrankung, die durch eine Verengung der Blutgefäße im Gehirn verursacht wird. Diese Verengung führt dazu, dass das Gehirn nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhält, was zu einer Schädigung der weißen Substanz im Gehirn führen kann. Die Erkrankung kann zu verschiedenen Symptomen wie Gedächtnisverlust, Beeinträchtigung der Denkfähigkeit und Problemen bei der Koordination führen. Die Diagnose wird in der Regel durch eine Kombination von Tests gestellt, einschließlich körperlicher Untersuchungen und bildgebender Verfahren wie CT oder MRT. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend für die Behandlung und Kontrolle dieser Erkrankung. Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden zur Verbesserung der Symptome und zur Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung. Dazu gehören Medikamente zur Verbesserung des Blutflusses und zur Kontrolle von Bluthochdruck und Cholesterin sowie physiotherapeutische Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit und Koordination. Es gibt auch Möglichkeiten, die Lebensqualität zu verbessern, wie z.B. regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und Stressmanagement-Techniken. Wenn Sie an einer subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie leiden, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, um die bestmögliche Behandlungsoptionen zu besprechen und Ihre Lebensqualität zu verbessern.
Wie beeinflusst die Erkrankung Ihr Leben?
Wenn du an einer subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie leidest, kann dies dein Leben stark beeinflussen. Die Erkrankung betrifft das Gehirn und beeinträchtigt deine kognitiven Fähigkeiten sowie deine motorischen Fähigkeiten. Du kannst Schwierigkeiten haben, dich zu konzentrieren, Dinge zu merken und Entscheidungen zu treffen. Auch deine Bewegungen können eingeschränkt sein und du kannst Probleme beim Gehen oder Treppensteigen haben. Diese Symptome können sich im Laufe der Zeit verschlimmern und dein tägliches Leben erschweren. Du musst möglicherweise auch deinen Beruf aufgeben oder deine Aktivitäten einschränken. Es ist wichtig, dass du dich mit deinem Arzt über deine Symptome austauschst und gemeinsam eine Behandlungsmethode findest, die dir hilft, mit der Erkrankung umzugehen. Es gibt auch Möglichkeiten, deine Lebensqualität zu verbessern, wie z.B. regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und geistige Aktivitäten wie Rätsel oder Musik hören. Es ist wichtig zu wissen, dass du nicht alleine bist und es Unterstützung gibt, um mit dieser Erkrankung umzugehen.
Welche Symptome können auftreten?
Wenn du an einer subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie (SAE) leidest, können verschiedene Symptome auftreten. Diese hängen von der Schwere der Erkrankung ab und können sich im Laufe der Zeit verschlimmern. Die häufigsten Symptome sind Veränderungen in deinem Gang sowie Probleme mit dem Gleichgewicht. Du könntest auch Schwierigkeiten beim Sprechen oder beim Denken haben, was zu Wortfindungsstörungen und Gedächtnisverlust führen kann. Zudem können Verhaltensänderungen wie Depressionen, Reizbarkeit und Aggressivität auftreten. In einigen Fällen können auch körperliche Symptome wie Blasenfunktionsstörungen oder Tremor auftreten. Es ist wichtig zu beachten, dass sich diese Symptome langsam entwickeln und oft schleichend beginnen, sodass sie möglicherweise nicht sofort bemerkt werden. Wenn du also eine Veränderung in deinem Verhalten oder deinem Körper feststellst, solltest du dies unbedingt mit deinem Arzt besprechen, um eine genaue Diagnose zu erhalten und eine geeignete Behandlung zu beginnen.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Wenn du vermutest, dass du an einer subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie leidest, solltest du einen Arzt aufsuchen. Die Diagnose wird in der Regel basierend auf deinen Symptomen und deiner Krankheitsgeschichte gestellt. Der Arzt wird auch eine neurologische Untersuchung durchführen, um deine kognitiven Fähigkeiten und dein Verhalten zu beurteilen. Um sicherzustellen, dass es sich um eine subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie handelt, kann eine Bildgebung wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) durchgeführt werden. Diese Tests können helfen, Schäden im Gehirn zu erkennen und andere Erkrankungen auszuschließen. In einigen Fällen kann auch eine Lumbalpunktion durchgeführt werden, um den Druck des Liquors im Gehirn zu messen und auszuschließen, dass andere Ursachen für die Symptome vorliegen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Diagnose einer subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie schwierig sein kann, da die Symptome ähnlich wie bei anderen Erkrankungen sein können. Daher ist es wichtig, einen erfahrenen Neurologen aufzusuchen.
Welche Behandlungsmethoden stehen zur Verfügung?
Wenn bei dir eine subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie diagnostiziert wurde, fragst du dich wahrscheinlich, welche Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen. Leider gibt es keine Heilung für diese Erkrankung, aber es gibt verschiedene Ansätze, um die Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Eine Möglichkeit ist die medikamentöse Therapie, bei der je nach Symptomatik verschiedene Medikamente eingesetzt werden können. So können beispielsweise Antidepressiva gegen Depressionen oder Antikonvulsiva gegen Krampfanfälle verschrieben werden. Auch kognitive Therapien und physiotherapeutische Maßnahmen können helfen, die Lebensqualität zu verbessern. Um den Krankheitsverlauf möglichst positiv zu beeinflussen, ist es wichtig, einen gesunden Lebensstil zu pflegen und auf ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung zu achten. Es kann auch hilfreich sein, sich in Selbsthilfegruppen mit anderen Betroffenen auszutauschen und Tipps zum Umgang mit der Erkrankung zu erhalten. Wenn du an einer subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie leidest, solltest du dich unbedingt von einem erfahrenen Neurologen behandeln lassen und regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrnehmen, um den Krankheitsverlauf im Blick zu behalten.
Wie können Betroffene ihre Lebensqualität verbessern, wenn sie an einer subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie leiden?
Wenn du an einer subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie leidest, kann dies dein Leben stark beeinflussen. Die Erkrankung kann verschiedene Symptome verursachen, wie beispielsweise Gedächtnisprobleme, Verlangsamung der Bewegungen oder Schwierigkeiten beim Sprechen. Dies kann zu Einschränkungen im Alltag führen und die Lebensqualität beeinträchtigen. Doch es gibt Möglichkeiten, um deine Lebensqualität trotz der Erkrankung zu verbessern. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität können dazu beitragen, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die Symptome zu lindern. Auch Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen, Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu steigern. Darüber hinaus ist eine gute Betreuung durch Fachärzte und Therapeuten wichtig, um die bestmögliche Behandlung zu erhalten und mit der Erkrankung umzugehen. Es ist jedoch wichtig, sich bewusst zu machen, dass jeder Mensch anders auf die Erkrankung reagiert und dass es keine universelle Lösung gibt. Indem du auf dich selbst achtest und dich gut informierst, kannst du jedoch einen wichtigen Schritt in Richtung einer besseren Lebensqualität machen.
Hier der ursprüngliche Artikel
Die subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie, auch als SAE oder Morbus Binswanger bezeichnet, ist eine durch Gefäßveränderungen (Arteriosklerose) hervorgerufene Erkrankung des Gehirns. Sie führt zu Schäden unterhalb der Großhirnrinde, also subkortikal.
Pathogenese
Die SAE ist durch viele Infarkte in Kombination mit einer vaskulären Demyelinisierung des Marklagers gekennzeichnet, also einer Abnahme der Nervenzellfasern, die die Großhirnrinde mit den subkortikalen Hirnstrukturen verbindet. Es kommt zu einer diffusen Dichteminderung um die Hirnventrikel . Diese Ischämien scheinen erst durch Veränderungen der Gefäßwand kleiner, im tieferen Gehirn liegender Arterien verursacht zu werden. Es kommt zu einer Verdickung der Gefäßwand, die zu einer Lumeneinengung führt. Die Demyelinisierung scheint ischämisch bedingt zu sein, was durch die Abnahme des Perfusionsdrucks bei hypotonen Episoden bedingt ist. Bei Patienten mit SAE lassen sich häufig arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus und rezidivierende Infarkte in unterschiedlichen Hirnregionen finden.
Symptome
Es lassen sich kaum charakteristische Symptome zusammenfassen, da die kleinen Infarkte nicht notwendigerweise symptomatisch werden. Da jedoch primär das Marklager betroffen ist, kann man davon ausgehen, dass hauptsächlich Störungen in der Erregungsleitung auftreten. Oft kann es zu einer intellektuellen und affektiven Verflachung („Nivellierung“) in Kombination mit neuropsychologischen Störungen kommen.
Im späten Verlauf kann die subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie zu einer vaskulären subkortikalen Demenz führen – diese ist vermutlich für den größten Teil der Symptome der vaskulären Demenzen (mit)verantwortlich. Charakteristische Symptome der subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie sind z.B.:
Gangstörungen: Es ist ein breitbeinig-unsicherer, tapsiger Gang, der zumeist als „frontal“ oder „apraktisch“ beschrieben wird, aber nicht das kleinschrittig-rhythmische „shuffling“ des Morbus Parkinson imitiert. Der Muskeltonus ist spastisch erhöht, die Pyramidenbahn also an der Symptomatik beteiligt.
Blasenstörung
Verlangsamung und Antriebsverlust
und auch der soziale Rückzug ist ein frühes Symptom
In weiterer Folge kommen paranoid-halluzinatorische Symptome dazu, während die noopsychischen kortikalen Funktionen wie abstraktes Denken und das Langzeitgedächtnis lange Zeit unbeeinflusst bleiben. Die Demenz schreitet aber fort.
Diagnosekriterien
Zur Diagnosestellung muss eine Einschränkung der höheren Hirnleistungen (Demenz) vorliegen – zusätzlich müssen zwei der folgenden Symptome vorliegen:
Hochdruck oder allgemeines Gefäßleiden
Chronische vaskuläre Insuffizienz (Störung der Blutgefäße)
Subkortikale Dysfunktion (Gangstörung, Rigor, Blasenstörung)
Bildgebende Diagnostik
Die Diagnose wird mit einer MRT gesichert. Diese zeigt in den T2-gewichteten Bildern typische weißliche konfluierende Herde um die Ventrikel und besonders an den vorderen und hinteren Enden der Seitenventrikel eine kappenartige Sklerosezone.
Therapie
Eine kausale Therapie existiert bisher nicht, da die genaue Ursache der SAE nicht geklärt ist. Es gibt keine chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten. Die Möglichkeiten einer medikamentösen Beeinflussung sind gering. Das therapeutische Ziel sollte sein, sowohl kurzfristige hypotone wie auch längerfristige hypertone Episoden zu vermeiden, da diese Kombination ein erheblicher Risikofaktor der SAE ist. Außerdem sollen bekannte Risikofaktoren „günstig beeinflusst“ werden, wie z. B. durch Nikotinverzicht, Gewichtsabnahme, Behandlung von Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen.
Physiotherapie
Wegen der im Vordergrund stehenden extrapyramidalen Bewegungsstörung kommt diesem Bereich zunächst die größte Bedeutung zu. Neue Strategien zur Kompensation der Gleichgewichtsstörung, der Gangstörung und der Koordinationsstörung sind notwendig und müssen frühzeitig begonnen werden.
Ergotherapie
Wegen der Koordinationsstörung, besonders auch der Zweihandkoordination und der Kombination mit apraktischen Symptomen ist ihr Einsatz wichtig. Inkontinenzberatung und Gabe entsprechender Mittel, Versorgung mit Inkontinenzmaterial und Beratung über die Trinkgewohnheiten erleichtern das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen.
Kognitives Training und medikamentöse Behandlung
Wird von Psychologen und Ergotherapeuten oder auch gemeinsam durchgeführt und zielt auf die Selbständigkeit, Eigenverantwortung und bessere Orientierung ab. Bei Verhaltensstörungen werden neuerdings nicht-pharmakologische Interventionen favorisiert. Erst wenn diese nicht ausreichen, soll auf medikamentöse Hilfe zurückgegriffen werden. Hier werden v. a. Antidepressiva, Serotoninhemmer, Antihypertonika zur Behandlung der Begleitsymptome genannt. Nootropika zeigen nur bei einem Teil der Patienten Wirkungen von geringem Ausmaß und begrenzter Dauer.