Lungenemphysem

Das Lungenemphysem ist eine irreversible Überblähung der kleinsten luftgefüllten Strukturen bzw. Lungenbläschen, also der Alveolen. Es stellt einen gemeinsamen Endpunkt verschiedener chronischer Lungenerkrankungen dar.

Ursachen

Zu den Ursachen zählen ein Asthma bronchiale, rezidivierende bronchopulmonale Infekte, eine COPD sowie auch ein alpha-1-Antitrypsin-Mangel.

Entstehung

Bei der Entstehung des Lungenemphysems entwickeln sich die Alveolarbläschen zu größeren Blasen, welches zur Reduktion der Atemaustauschfläche führt. Damit kann weniger verbrauchte Luft abgeatmet werden, und auch weniger frische Luft einströmen. Letztlich verliert die Lunge ihre Elastizität.

Symptome

Zu den früher gängigen Einteilungen gehörte der „pink Puffer“ und der „blue bloater“. Der pink Puffer zeichnet sich durch ein kachektisches Erscheinungsbild, starke Dyspnoe, einem trockenen Husten und selten auch einer leichten Zyanose aus. Der blue bloater ist eher übergewichtig und hat Husten mit mehr Auswurf. Er hat eine ausgeprägte Zyanose mit einer erheblichen Hypoxie und einer Hyperkapanie mit nur gering ausgeprägter Atemnot. Dies ist auf einen Gewöhnungseffekt durch eine Polyglobulie zurückzuführen. Das Hämoglobin kann weniger mit Sauerstoff beladen werden, weshalb der Körper mehr Hämoglobin bildet.

Komplikationen

Als Komplikationen steht die Ruptur der Emphysemblase mit einem Pneumothorax im Vordergrund. Daneben kann auch eine pulmonale Hypertonie, ein Cor pulmonale, sowie auch eine respiratorische Insuffizienz entstehen.

Diagnostik

Im Rahmen der Diagnostik kann bei der Inspektion eine horizontal verlaufende Rippenanordnung beobachtet werden. Es kann zu geblähten Schlüsselbeingruben kommen, eine verminderte Atemdifferenz beobachtet werden, der Thorax kann fassförmig aussehen (ein sog. „Fassthorax“) und man kann die Zeichen der Zeichen der Sauerstoffinsuffizienz beobachten – Trommelschlegelfinger, Uhrglasnägel und auch eine Zyanose. Bei einer Palpation können ein reduzierter Stimmfremitus sowie auch eine verminderte Atemexkursion ertastet werden. Bei der Perkussion treten tierstehende und wenig verschiebbare Atemgrenzen auf, und es kann ein hypersonorer Klopfschall bestehen. Es kann auch zu einer verkleinerten Herzdämpfung kommen. Bei der Auskultation stehen leise Atemgeräusche und Herzgeräusche im Vordergrund. Ggf. können auch trockene Rasselgeräusche auftreten.

Therapie

Therapeutisch steht die Ursachenbehandlung an erster Stelle. Daneben werden auch Physiotherapie und Atemgymnastik empfohlen. Es kann Sauerstoff verkriecht werden – als ultima ratio steht auch die Möglichkeit einer Lungentransplantation im Raum.