Arthrose

Arthrose

Die Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der es zu einem Gelenkverschleiß kommt, der das altersübliche Maß überschreitet.

Stadieneinteilung

  • Im 1. Stadium kommt es zu Rauigkeiten und einer Ausdünnung der Knorpelschicht.
  • Im 2. Stadium wird hyaliner Knorpel durch Granulationsgewebe und minderwertigen Knorpel ersetzt. Es kommt zur Bildung von Pseudozysten aus nekrotischem Knorpel- und Bindegewebe. Diese nennt man auch „Geröllzysten“.
  • Im 3. Stadium kommt es zu Ulcerationen. Bindegewebe und Chondrozyten (lebende Bestandteile des Knorpels) proliferieren. Proliferation bedeutet, dass es zu einem beschleunigten Wachstum kommt.
  • Im 4. Stadium flacht die Knochenplatte des Gelenks ab.

Um den Druck abzufangen, bilden sich Randwülste am Knochen, welche Osteophyten genannt werden. Folgen sind eine Deformierung der Gelenke. Das Knorpelgewebe geht zurück und der Gelenkspalt wird kleiner. Fortschreitend reiben die Knochenenden aufeinander, welches Schmerzen verursacht.

Risikofaktoren

Es bestehen folgende Risikofaktoren für eine Arthrose:

  • Unfälle
  • Fehlstellungen
  • Übergewicht und
  • Entzündungen

In den meisten Fällen jedoch entstehen Arthrosen idiopathisch, also ohne erkennbare Ursachen. Arthrosen können in allen Gelenken auftreten. In Deutschland ist das Kniegelenk am häufigsten betroffen.

Sonderformen

Es existieren u.a. folgende Sonderformen:

  • Bouchard-Arthrose (Befall der Fingermittelgelenke)
  • Cubitalarthrose (Befall des Ellenbogengelenks)
  • Hallux rigidus (Befall des Großzehengrundgelenks)
  • Heberden-Arthrose (Befall der Fingerendgelenke)
Symptome

Eine Arthrose kann grundsätzlich auch symptomlos verlaufen. Typisch sind jedoch Anlauf- und Belastungsschmerzen. Dabei korreliert das Schmerzmaß nicht unbedingt mit dem Ausprägungsgrad.

Des weiteren kann es zu einem Gelenkerguss, einer zunehmenden Deformation oder Gelenkgeräuschen kommen. Im weiteren Verlauf entstehen dann eine Schonhaltung, Ruhe- und Nachtschmerzen sowie ggf. eine Instabilität des Gelenks.

Diagnostik

In der bildgebenden Diagnostik können eine Verschmälerung des Gelenkspalts, Sklerosen oder auch eine Osteophytenbildung beobachtet werden. Des weiteren ist in der Diagnostik eine Schmerzanamnese relevant. Auch der Bewegungsumfang wird kontrolliert. Das Labor ist i.d.R. unauffällig.

Therapie

Die Therapieziele sind die Schmerzfreiheit des Patienten sowie die Verhinderung des Fortschreitens der Arthrose. Therapeutisch kommen ooperative Maßnahmen, Schmerzmedikamente sowie Physiotherapie zur Anwendung. Darüber hinaus gibt es allgemeine Empfehlungen wi z.B. Sport oder auch ggf. eine Gewichtsreduktion.