Fibromyalgie

Fibromyalgie

Die Fibromyalgie ist ein generalisiertes Schmerzsyndrom. Es treten schmerzhafte Druckpunkte und vegetative Störungen auf. Dabei kann es zu vielfältigen Symptomen wie Unruhe, Kurzatmigkeit oder auch Magenbeschwerden. Zumeist sind Frauen betroffen.

Symptome

Es können Symptome wie Müdigkeit, verminderte Belastbarkeit sowie Schlafstörungen bestehen. Es kommt zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit, einer Steifigkeit des Bewegungsapparates, sowie Schmerzen an Muskel- und Sehnenansätzen. Darüber hinaus können Depressionen, Ängste sowie Kontaktstörungen bestehen. Die Dauer der Symptome kann Monate bis Jahre einnehmen.

Diagnostik

Diagnostisch testet man bei Verdacht auf eine Fibromyalgie die sogenannten „Tender points“.

An der Vorderseite des Körpers befinden sie sich an folgenden Stellen:

  • am Hals in Höhe des 5. bis 7. Halswirbels
  • an der Brust in Höhe der 2. Rippe
  • an der Innenseite des Ellenbogens 2cm distal des Epikondylus
  • am Knie

An der Rückseite des Körpers befinden sich die Tender points an folgenden Stellen:

  • am Nacken
  • an der Mitte des Oberrandes des Musculus trapezius
  • oberhalb der Spina Scapulae (Schulterblatt)
  • in der Gesäßregion (regio glutealis) am oberen äußeren Quadranten
  • am Knochenvorsprung des Oberschenkels (trochanter major)

Diagnostisch finden sich bei Röntgen- und Laboruntersuchungen keine pathologischen Befunde.

Therapie

In der Therapie kommen verschiedene Medikamente zur Anwendung:

  • Amitriptylin (trizyklisches Antidepressiva)
  • Tropisetron (Antiemetikum – gegen Übelkeit und Erbrechen)

Darüber hinaus werden Sporttherapie und Physikalische Therapien empfohlen. Daneben werden auch Entspannungsverfahren, Naturheilverfahren sowie bestimmte Ernährungstherapien empfohlen.

Die Fibromyalgie stellt eine Ausschlussdiagnose dar. Es kommt hierbei zu einem schrittweisen Ausschluss anderer Erkrankungen, bis die Fibromyalgie als Diagnose übrig bleibt.