Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndom entsteht durch eine Einschränkung des Nervus medianus im Karpaltunnelbereich in Folge einer mechanischen Engstelle. Die betroffene Stelle wird auch als Ligamentum carpi transversum bezeichnet. Ursachen können z.B. eine Schwangerschaft, Gicht, ein Diabetes mellitus oder auch eine Hypothyreose sein. Auch eine Amyloidose kann ein Karpaltunnelsyndrom bedingen. Häufig betroffen sind Frauen über 60 Jahren. In vielen Fällen tritt gleichzeitig ein schnellender Finger auf. Typische Symptome sind Parästhesien, also Gefühlsstörungen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Diese können v.a. in der Nacht auftreten. Durch Händeschütteln bessern sich die Beschwerden oft kurzzeitig. Zudem kann eine sog. Schwurhand auftreten: hier kann der Patient beim Faust machen lediglich die ulnaren Finger beugen, als den Ring- und kleinen Finger. Diagnostisch auffällig sind auch die Unfähigkeit, runde Gegenstände zu umgreifen, welches als positives Flaschenzeichen bezeichnet wird, und auch die Unfähigkeit, Daumen- und Kleinfingerkuppe zusammen zu bringen. Zudem kommt es in vielen Fällen zu einer Atrophie der Daumenballenmuskulatur. Therapeutisch steht insb. die operative Aufweitung des Karpaltunnels im Fokus.