Schreibkrampf

Als Schreibkrampf (auch als Graphospasmus benannt) bezeichnet man einen Krampf der beim manuellen Schreiben beteiligten und die schreibende Hand bewegenden Muskeln.

Die Erkrankung wurde zunächst als Überlastungssyndrom gewertet, galt dann über einige Jahrzehnte als psychosomatische Erkrankung und wird heute zu der neurologischen Erkrankungsgruppe der Dystonie (Bewegungsstörungen mit Ursprung in den motorischen Zentren im Gehirn) gezählt.

Tätigkeitsspezifische Dystonie

Der Schreibkrampf gehört mit der Golferdystonie und der Musikerdystonie zu den tätigkeitsspezifischen fokalen Dystonien (Beschäftigungskrämpfe), die nur während dieser spezifischen Tätigkeiten in Erscheinung treten. Der Schreibkrampf ist die verbreitetste Form. Er wird durch den Akt des Schreibens ausgelöst, als eine unwillkürliche Beugung, Streckung oder Rotation der Finger, des Handgelenks und seltener auch des Ellbogens und der Schulter. Das Schreiben wird dadurch mühselig, die Schrift wird verformt und unleserlich.